Digitalisierung einer Wählscheibe

Ein neues Leben für Nummernschalter - Erste Experimente

 

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Einleitung

Der Elektronikversender Pollin ist dafür bekannt, Restbestände aus vergangenen Zeiten unter die Leute zu bringen. Neben russischen Eproms aus Zeiten der Planwirtschaft zu Dekorationszwecken habe ich dort eine Wählscheibe für 45 Cent entdeckt. Da ich mich momentan in der Programmierung eines Atmel µC versuche, kam mir dieses stilvolle Eingabegerät gerade recht. Es ist sogar für die Zukunft gerüstet. Durch die auf der Wählscheibe angebrachten Buchstaben ist eine SMS-ähnliche Texteingabe möglich...

Momentan schwebt mir eine Scherz-Tastatur zu Verschenk-Zwecken etc. vor. Durch einen Mikrocontroller soll das Signal der Wählscheibe ausgewertet und an die 10 Tasten des Nummernblocks weitergeleitet werden und so als Ersatz für die vorher entfernten Tasten dienen. Ich bin gespannt, ob das etwas wird. Zwar ließe sich das auch mit Schieberegistern usw. realisieren - ein µC ist aber kleiner und preiswerter. Außerdem habe ich vor, mich mal ein wenig in Assembler einzuarbeiten.

Experimente

Vorerst habe ich aber mit der seriellen Schnittstelle und VisualBasic drauf los experimentiert. Eigentlich mag ich VisualBasic nicht besonders - allerdings habe ich auf die Schnelle nur dort einen Zugriff auf die serielle Schnittstelle mit der port.dll hinbekommen. Weitere Informationen zu dieser DLL und dem Ansteuern der COM-Schnittstelle unter VisualBasic gibt es u.a. auf dieser Seite

Für die Programmierung habe ich die Wählscheibe folgendermaßen an den COM-Port angeschlossen. Die Belegung war einfach herauszufinden, da man der Wählscheibe dank transparentem Gehäuse beim Arbeiten zuschauen kann.

Schaltplan

Schaltplan

RTS wird als Stromversorgung verwendet, RI und CTS als Eingänge für die beiden Kontakte der Wählscheibe. Bei der Initialisierung des Programms wird der Ausgang RTS auf 1 (high, ca. 10V) gestellt, damit die Eingänge mit Strom versorgt werden können. Dann fragt ein Timer alle paar Millisekunden die beiden Eingänge ab und wertet die Signale aus. Nach jedem Wählvorgang wird die gewählte Zahl auf dem Bildschirm angezeigt.

Software

Das Struktogramm soll den Programmverlauf grafisch deutlich machen und ist hoffentlich auch für Nicht-Programmierer verständlich

Struktogramm

Struktogramm

Das "reale" Programm beinhaltet nun noch 2 weitere Funktionen. Zum einen wird der Zustand der beiden Eingänge durch Checkboxen angezeigt, zum anderen wird nach dem Wählvorgang ein Tastendruck simuliert. Man kann die Wählscheibe also schon jetzt bei gestartetem Programm als Nummernblockersatz verwenden.

Screenshot (animiert)

Screenshot (animiert)

Den Quelltext kann man sich auch anschauen, ohne VisualBasic zu installieren. Er befindet sich in der Datei form.frm und kann mit jedem Texteditor geöffnet werden.

Hier wird die Ansteuerung von Winamp beschrieben

Neulich bin ich auf folgende, interessante Anleitung gestoßen:

3 Kommentare RSS Feed

Hermann am 21.08.2010 um 14:01 Uhr

Ich habe irgendwo noch eine schwarze Wählscheibe aus den 50ern, da steckte noch ein Prüfstreifen drin, mit dem der Zeitverlauf des Wählsignals dokumentiert wurde: 100msec-Impulse.
mal sehen, ob ich mir dazu was bastel...

Ende der 60er habe ich mal geübt mit der Gabel zu wählen. 115 war glaube ich Kinoansage, das war einfach. Zwei einzelne und fünf schnelle Schaläge im 100msec-Abstand, das ging noch. Höhere Ziffern wurden schwieriger.

Tobi am 30.04.2010 um 00:16 Uhr E-Mail-Adresse

geht das auch über eine usb schnittstelle?
suche gerade einen weg mine wählscheibe(nur wählscheibe) mit dem pc zu verbinden um diese anstat dem nummernblock zu verwenden. oder kann ich sie mit der tastatur verbinden? leider finde ich nichts bei google und co.
thx glg tobi

Fritz am 15.05.2009 um 23:26 Uhr E-Mail-Adresse

interessant, was man mit 1 Nummernscheibe so alles machen kann.
Hab 2 Telefone aufm Sperrmuell gefunden.
Da es digitale Impulse sind- mit hoher Qualitaet- kann man die auch weiter bearbeiten, zb zur Sollwerteingabe.
da gibts unendliche Applikationen.
Gruesse Fritz

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