Erfahrung mit simyo

Erfahrungsbericht mit Infos und Tipps zum Discount-Handyanbieter simyo

Simyo kam im Mai 2005 als erster Discount-Handyanbieter auf den deutschen Markt und wirbt seitdem mit einfachen und günstigen Tarifen. Seit Ende 2005 bin ich ein zufriedener Kunde und werde hier über meine Erfahrungen mit Simyo berichten.

Hinweis

Ich bin stets bemüht, diesen Artikel aktuell und objektiv zu halten. Sollten Sie sich aufgrund dieses Artikels für Simyo entscheiden, benutzen Sie bitte einen der Simyo-Referrer-Links in diesem Artikel, um auf die Simyo-Homepage zu gelangen. Sie haben dadurch keinerlei Nachteile und ich erhalte bei der Bestellung eines Startpaketes eine kleine Provision von Simyo.

Da Handytarife einem schnellen Wandel unterzogen sind, kann es dennoch vorkommen, dass aktuelle Änderungen nicht im Artikel berücksichtigt sind. Bitte beachten Sie daher auch das Änderungsdatum ganz unten auf dieser Seite.

Tarife

Telefonieren in Deutschland

Simyo bietet in der Tat relativ günstige und einfache Tarife an. Für sämtliche Gespräche in Deutschland ins Handy- und Festnetz fallen 9ct/min an. SMS kosten ebenfalls 9ct.
Als Marktführer hat Simjo bisher oft als erster Anbieter auf dem Markt neue Preissenkungen veröffentlicht oder ist schnell nachgezogen, wenn die Konkurrenz ihre Preise gesenkt hat. Dadurch kann man relativ sicher sein, auch in Zukunft immer von aktuellen Preissenkungen auf dem Mobilfunkmarkt zu profitieren. Nach einer Preissenkung telefoniert jeder Symyo-Kunde automatisch zum neuen Preis.

Leider bietet Simyo nur noch einen 60/60 Takt an. Das führt dazu, dass man im ungünstigsten Fall fast eine Minute zu viel bezahlt (1:01 min kosten so z.B. 18ct). Der sehr günstige Minutenpreis wiegt dieses Problem aber wieder auf. Viele andere Anbieter bieten zudem leider ebenfalls nur eine 60/60-Taktung an.

Aufpassen sollte man beim Anruf von Sonderrufnummern. Auch vom Festnetzanschluss kostengünstige 0180-Nummern sind bei Simyo mit bis zu 86ct/min sehr teuer. Eine Übersicht darüber bietet die Simyo-Preisliste.

Telefonieren im Ausland

Dank eines EU-Gesetzes ist telefonieren im EU-Ausland auch bei Simyo mittlerweile bezahlbar geworden. Gespräche im EU-Ausland nach Deutschland und in andere EU-Länder kosten nur noch 54ct/min. Eine SMS schlägt mit 39ct zu Buche. Empfängt man einen Anruf im EU-Ausland, kostet dies eine Roaming-Gebühr von 26ct/min. Der Empfang von SMS ist kostenlos.

Aufpassen muss man bei Gesprächen aus Deutschland in ein EU-Land. Dort greift das EU-Gesetz nämlich nicht, und für eine Minute werden 1,84€ berechnet!

Handygespräche aus Nicht-EU-Ländern sind ähnlich teuer. Eine Preisliste gibt es auf der Simyo-Homepage. Auch für eingehende Verbindungen fallen im Nicht-EU-Ausland hohe Gebühren an! SMS kosten jedoch überall einheitlich 39ct.

Mobiles Internet mit Simyo

Simyo war der erste Discount-Anbieter mit bezahlbaren Internet-Preisen. Innerhalb Deutschlands fallen nur 24ct/Megabyte an. Es wird in günstigen 10kb-Schritten abgerechnet und es gibt keine weiteren Nutzungsgebühren. Die Abfrage einer Bahnverbindung mit Opera mini kostet beispielsweise nur wenige Cents. ICQ lässt sich damit sogar nahezu kostenlos benutzen, da nicht nach Zeit, sondern nur nach anfallender Datenmenge abgerechnet wird.

Seit Ende November gibt es außerdem ein 1GB Datenpaket. Es kostet 9,90¤, ist 30 Tage gültig und jederzeit wieder abbestellbar.

Neuerdings bietet Simyo auch relativ günstige Datentarife für das Ausland an. Damit ist das Schreiben einer ICQ-Nachricht oder E-Mail teilweise günstiger als eine SMS oder ein Anruf. Innerhalb der EU kosten 100kb 19ct. Abgerechnet wird ebenfalls im 100kb-Takt. Aufpassen sollte man allerdings bei Diensten, die sich in regeläßigen Abständen mit dem Internet verbinden. Im Gegensatz zu Inlandsverbindungen wird nämlich nicht alles kb-genau verrechnet – es fallen bei jeder Verbindung mindestens 19ct an!

In unterstützten Nicht-EU-Ländern kostet die Datenübertragung 48ct/100kb. Dies ist zwar verhältnismäßig teuer. Eine wichtige E-Mail kann man auf diese Weise aber immer noch für unter einem Euro abrufen und den Gang zum Internetcafè sparen. Auch ICQ ist aufgrund der geringen anfallenden Datenmengen eine günstige Kommunikationsgelegenheit im EU-Ausland. Eine PDF-Datei bietet nähere Informationen über die unterstützten Länder und genaue Nutzungsbedingungen.

Simyo Flat

Für 15€ kann man über die Simyo-Homepage eine Flatrate mit 30 Tage Laufzeit hinzubuchen. Damit kann man kostenlos ins deutsche Festnetz und zu anderen Simyo-Teilnehmern telefonieren. Allerdings kostet eine SMS in diesem Tarif 10ct und Anrufe in andere Netze 15ct/min. Positiv ist allerdings die günstige 60/1-Taktung, d.h. nach der ersten Minute wird sekundengenau berechnet.

Technisches

Handyvoraussetzungen

Simyo funktioniert mit jedem SIM-Lock freien Mobiltelefon. Nach entsprechender Konfiguration kann nahezu jedes Handy eine Internetverbindung über GPRS aufbauen. Solange das Handy Java-Applikationen bzw. -Spiele unterstützt kann man auch auf verhältnismäßig alten Handys Internet, Instant Messaging oder z.b. den DB-Railnavigator kostengünstig nutzen.

Netz

Simyo ist eine E-Plus-Tochter und verwendet daher auch das E-Plus-Netz. Entgegen der landläufigen Meinung bietet auch E-Plus mittlerweile eine gute Netzabdeckung. Allerdings gibt es immer wieder Orte, an denen man mit bestimmten Handynetzen keinen, oder nur schlechten Empfang hat. Vor dem Umstieg zu Symyo sollte man also überprüfen, ob man an den gewünschten Standorten ausreichend guten Empfang hat.

Mailbox

Simyo bietet eine Mailbox an, die kostenlos abgehört werden kann. Im Ausland wird sie automatisch deaktiviert. Über das Sprachmenü lässt sich die Mailbox mittlerweile auch abstellen. Eine kostenlose SMS-Benachrichtigung über entgangene Anrufe lässt sich dort ebenso aktivieren.

Bestellung und Rufnummernmitnahme

Simyo lässt sich einfach über die Simyo-Homepage bestellen. Nach Auswahl der Rufnummer und Eingabe der Adresssdaten wird die SIM-Karte innerhalb von wenigen Tagen zugeschickt. Die Mitnahme der Rufnummer ist mittlerweile auch möglich und von Simyo kostenlos. Allerdings kann es sein, dass der bisherige Anbieter eine Gebühr für den Umzug der Nummer verlangt.

Nach Erhalt der SIM-Karte steckt man diese einfach in das Handy, gibt die im Brief angegebene PIN ein und kann bereits lostelefonieren.

Guthaben aufladen

Mit der Telefonnummer und dem selbst festgelegtem Passwort kann man sich auf der Simyo-Homepage einloggen. Dort bekommt man eine ausführliche Verbindungsübersicht und verschiedene Möglichkeiten, sein Guthaben aufzuladen. Zuerst sollte man dafür Zahlungsdaten hinterlegen (z.B. eine Konto- oder Kreditkartennummer). Von dort wird das Geld in Zukunft automatisch abgebucht.

Manuelles Aufladen im Internet

Für das Aufladen im Internet loggt man sich einfach auf der Simyo-Seite ein und wählt im entsprechenden Menüpunkt den gewünschten Betrag. Je nach eingegebenen Zahlungsdaten ist das Guthaben binnen weniger Minuten verfügbar.

Automatisches Aufladen

Praktisch ist das automatische Aufladen, das man ebenfalls auf Simyo-Seite aktivieren kann. Entweder entscheidet man sich für einen festen monatlichen Betrag oder man legt fest, dass das Guthaben automatisch aufgeladen wird, wenn es unter einen bestimmten Betrag fällt (z.B. 5€). Zweite Funktion sollte man jedoch mit Vorsicht genießen. Wird das Handy beispielsweise geklaut, sollte man diese Funktion schnell deaktivieren, um sich vor hohen Kosten zu schützen.
Beide Optionen kann man auf der Simyo-Homepage jederzeit kostenlos ändern oder deaktivieren.

Aufladen per SMS

Über die Simyo-Seite kann man außerdem das SMS-Aufladen aktivieren. Dazu legt man einen Aufladebetrag und eine PIN-Nummer fest. In Zukunft reicht eine SMS an die angegebene Nummer, um das Handy mit dem eingestellten Guthaben aufzuladen.

Aufladen mit Bargeld

Mittlerweile kann man sein Guthaben auch bei vielen Tankstellen bar aufladen. Das ist ein Vorteil zu vielen anderen Discount-Prepaidanbietern. Eine weitere inoffizielle Auflademöglichkeit sind Geldautomaten. Als Anbieter wählt man einfach E-Plus aus und gibt seine Handynummer ein. Das Guthaben wird sofort gutgeschrieben.

43 Kommentare RSS Feed

Walter am 18.07.2009 um 22:39 Uhr

Ergänzung zum Aufladen:
Wer 2 - 3 Tage Zeit hat, kann auch Geld an simyo überweisen, das finde ich sehr bequem. Aber Vorsicht: im Verwendungszweck keine falsche Handynummer angeben!
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch noch der Kommentar von Peter am 22.03.2009, da spart ein Kaum-Nutzer 5 Euro pro Jahr (ohne Berücksichtigung der anfallenden Überweisungskosten).
Kaum-Nutzer ist z. B. so einer wie ich, der sich ein Zweithandy mit simyo-Karte als Navigationsgerät angeschafft hat. Mit der kostenlosen Sofware ÖNAVI von 'Das Örtliche' zahlt man bei dem günstigen Datentarif von simyo für die Internetverbindung bei einer Route meist nur 1 oder 2 cent. Und die Routen sind immer aktuell, ohne dass man immer wieder eine aktuelle CD kaufen muss.

Peter am 22.03.2009 um 10:48 Uhr E-Mail-Adresse

Noch ein Tipp für Wenigtelefonierer: Die simyo-Karte kann dauerhaft "am Leben erhalten werden", wenn man per Dauerauftrag alle 10 Wochen (genau genommen alle 73 Tage) 1,00 ¤ auf das simyo-Konto überweist. Entgegen allen Angaben auf der simyo-Page funktioniert die Verlängerung der Gültigkeit auch, wenn man weniger als 10,00 ¤ überweist (aber nicht weniger als 1,00 ¤ !).

Kai am 05.08.2008 um 21:23 Uhr

Bin auf Simyo gestoßen, durch die Suche nach einem günstigen Tarif für GPRS-Internetverbindungen. Hier sind die 0,24 Euro je MB einfach fantastisch. Zum Email abfragen im Urlaub oder auf Geschäftsreise gibt es meiner Meinugen nach im Moment nichts günstigeres. Beim Email abrufen oder einfache Info's im Internet zu suchen ist Simyo die erste Wahl, das die Abrechnung nach dem Datenverkehr und nicht nach der Onlinezeit erfolgt. Auch die 9 Cent in alle Netze ist für Wenig-Telefonierer optimal. Wer darüber große Datenmengen runterlädt, ist selber schuld und sollte sich fragen, ob dies wirklich notwendig ist.
Einziges Manko ist, im Vergleich zu den D1- und D2-Netzen, die relativ schlechte Netzabdeckung.

kaan am 28.04.2008 um 20:58 Uhr

wieso wird die leitung dauernt getrennt wenn man gespräch schon angenommen hat seine rufnummer zu simyo mitgenommen hat?

Hagen am 09.01.2008 um 19:36 Uhr

(a) Man kann seine Rufnummer zu Simyo übernehmen (bis 31.1.08 sogar kostenlos), und auch von Simyo in andere Netze.

(b) Wenn man im gleichen Netz bleibt, kann man u.U. eine kostenlose Anrufweiterschaltung einrichten. Damit muß man dann zwar eine alte Prepaidkarte ggf. behalten und regeläßig Kleinbeträge nachladen, aber man kann zumindest unter der alten Nummer angerufen werden.

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